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Flüchtlingshilfe: Die umstrittene Rolle der Rettungsschiffe
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27.03.2017

Die Liebenden von Balutschistan

Seenotrettung wird oft als Pull-Faktor für die Flüchtlingszahlen kritisiert. Doch neue Analysen widerlegen, dass die Ankünfte von Migranten dadurch steigen. Schlepper profitieren jedoch

 

 

Der UN-Sondergesandte für Libyen, Martin Kobler, hat es im November 2016 gesagt. Auch Fabrice Leggeri, Direktor der EU-Grenzschutzagentur Frontex, war im Februar 2017 dieser Meinung. Schließlich sprach Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) vergangenen Freitag beim Besuch einer Frontex-Mission von "NGO-Wahnsinn" und gab die gleiche Botschaft zu Protokoll: Rettungsmaßnahmen im Mittelmeer, um Flüchtlinge vor dem Tod zu bewahren, seien ein Pull-Faktor – ein Anreiz für Menschen, den Seeweg nach Europa anzutreten.

Auch der deutsche Innenminister Thomas de Maizière und andere europäische Politiker hatten sich mit derselben Begründung am italienischen Seenotrettungsprogramm Mare Nostrum gestoßen, das zwischen Oktober 2013 und Oktober 2014 etwa 150.000 Menschen das Leben gerettet hatte. Von einem "Flüchtlingsmagneten" oder einer "Brücke nach Europa" ist immer wieder die Rede.

Frontex-Zahlen verglichen

Eine neue Studie widerlegt nun diesen Pull-Faktor. In dem noch unveröffentlichten Bericht, der dem STANDARD vorliegt, haben zwei Forscher der Universität Oxford und der Scuola Normale Superiore, der Elitehochschule in Pisa, die Ankünfte in Europa zwischen den Jahren 2013 und 2016 verglichen. Verwendet wurden dafür Datensätze von Frontex. Um saisonale Schwankungen zu berücksichtigen, wurden die gleichen Zeiträume von November bis Mai gegenübergestellt.

Mehr auf:derstandard.at

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