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Der Krieg in Syrien geht in eine neue Phase

Zurück zur Übersicht 15.10.2015

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Die russische Intervention vergrößert das Engagement der USA gegen den IS, eint die sunnitische Front gegen Bashar al-Assad und verstärkt wegen der Aufwertung der Kurden die Nervosität der Türkei

 

Damaskus/Wien – Laut Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau hat die russische Luftwaffe in den vergangenen Tagen die Frequenz ihrer Angriffe in Syrien hinaufgefahren, 250 Einsätze waren es vom 9. bis zum 12. Oktober. Die Bombardements konzentrierten sich auf den Nordwesten der Provinz Hama, wo die Russen aus der Luft eine Offensive der syrischen Armee unterstützen, und auf den Westen von Aleppo – in dessen Norden jedoch gleichzeitig der "Islamische Staat" (IS) weiter vorrückt. Die russische Luftwaffe greift weiter sowohl IS-Stellungen als auch die anderer Rebellen an, berichtet das Institute for the Study of War (siehe Grafik links).

Die libanesische Zeitung "Al-Akhbar" meldete, dass am Montag erste neue iranische Revolutionsgardisten in Syrien eintrafen, die sich bei Hama der Assad-Armee und der libanesischen Hisbollah anschließen sollen. Auch der Chef der Al-Quds-Brigaden, Qassem Suleimani, sei bereits vor Ort.

Die Ziele der Offensive betreffend schreibt "Al-Akhbar" unter anderem, dass in einer späteren Phase die türkische Grenze erreicht werden soll – wo man zu YPG-Kräften aufschließen werde. Die YPG (Volksschutzeinheiten) sind die von der syrisch-kurdischen Partei der Demokratischen Union (PYD) gegründete Miliz, die in Allianz mit einer assyrischen und mehreren arabischen Gruppen und mit US-Luftunterstützung einen IS-freien Streifen halten. Für die benachbarte Türkei ist das deshalb unangenehm, weil die PYD eine Schwesterpartei der türkisch-kurdischen PKK ist, mit der sich Ankara im Krieg befindet.

Umso schlimmer für die Türkei, dass die USA die Unterstützung für die syrischen Kurden und ihre Verbündeten angesichts der russischen Syrien-Intervention massiv verstärken – 50 Tonnen Waffen und Material sollen die USA bei Hassakeh abgesetzt haben. Ankara reagierte verärgert und berief den US-Botschafter ins Außenministerium, um zu protestieren: Die US-Waffen würden unweigerlich bei der PKK landen.

Mehr auf: diepresse.com

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