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Wenn Staaten mit Schulden gutes Geld verdienen
Zurück zur Übersicht 07.12.2015 Burs

Immer öfter können sich Euroländer Kredite nehmen, ohne dafür Zinsen zu zahlen. Warum schenken Investoren Geld her

Wien – Ihr großes Ziel, die Inflation im Euroraum zu beleben, hat die Europäische Zentralbank (EZB) bisher nicht erreicht. Doch die Interventionen der Zentralbank in Frankfurt hinterlassen am Finanzmarkt immer deutlichere Spuren.

Das geht aus einem am Sonntag vorgestellten Quartalsbericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hervor. Die BIZ mit Sitz in Basel gilt als eine Art Zentralbank der Zentralbanken, die regelmäßig mit Spannung erwartete Berichte über den Zustand des Weltfinanzsystems vorlegt. In seiner aktuellen Analyse macht die BIZ auf einen besonderen Umstand aufmerksam: Demnach wird die Kreditaufnahme im Euroraum für die einzelnen Länder nicht nur zunehmend günstig. Viele Staaten verdienen inzwischen sogar Geld damit, wenn sie sich verschulden. Klingt komisch, ist aber so. - derstandard.at/2000027060394/Wenn-Staaten-mit-Schulden-gutes-Geld-verdienen

Staatsanleihen mit negativen Renditen Bis Ende November ist der Bestand an Staatsanleihen des Euroraums mit negativen Renditen laut BIZ auf mehr als 1,9 Billionen Euro angewachsen. Ein Rekordwert, der ungefähr einem Drittel des Gesamtmarktes entspricht. Das heißt, über die Laufzeit betrachtet bekommen Kreditgeber von vielen Euroländern weniger Geld zurück, als sie hergeborgt haben. Dass Staatsanleihen mit kurzer Laufzeit eine negative Rendite abwerfen, ist in Europa seit längerer Zeit zu beobachten. Das Phänomen tritt inzwischen aber auch bei mehrjährigen Krediten auf, die in der Regel höher verzinst sind, weil die Geldüberlassung für längere Zeit erfolgt und die damit verbundenen Risiken höher sind. Im März hat etwa die Republik Österreich erstmals eine über fünf Jahre laufende Bundesanleihe mit einer negativen Gesamtrendite vergeben. Auch in Finnland, Deutschland, den Niederlanden, aber selbst in Spanien sowie Italien sind Negativrenditen inzwischen nichts Besonderes mehr.

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