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Iranische Sängerin Googoosh über US-Einreiseverbot: Angst vorm "Niemandsland"
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01.02.2017

Die Liebenden von Balutschistan

 

GOOGOOSH:

Wenn mir das wieder passiert, bin ich wieder ganz alleine im Niemandsland

 

 

Sie ist eine Berühmtheit im Iran und der iranischen Diaspora. Trotzdem hat sie Angst, dass sie nicht mehr in die USA einreisen darf. euronews-Journalist Mohsen Salehi hat mit der iranischen Sängerin Googoosh über das US-Einreiseverbot gesprochen.

Die Liebenden von Balutschistaneuronews: “Vom US-Einreiseverbot für Bürgerinnen und Bürger aus sieben mehrheitlich muslimischen Staaten sind Tausende Menschen betroffen. Darunter auch die iranische Sängerin Googoosh. Wir haben mit dem Superstar der iranischen Popmusik über die möglichen Auswirkungen des Einreiseverbots gesprochen. Sie ist uns aus London zugeschaltet. Googoosh, herzlich Willkommen bei euronews.”

Googoosh: “Ich freue mich, hier bei Ihren FreundInnen und ZuschauerInnen zu sein.”

euronews: “Sie haben eine Green Card und leben in Los Angeles. Morgen wollen Sie in die USA fliegen. Haben Sie keine Angst, dass sie bei Ihrer Ankunft festgehalten oder verhört werden?”

Googoosh: “Natürlich denke ich darüber nach. Man hat mir Sicherheiten gegeben. Ich fühle mich wie vor 37 Jahren, als ich 1980 von Teheran nach London reiste und mich ebenfalls auf etwas Unerfreuliches vorbereitet habe und meine Erwartungen erfüllt wurden. Die Machtübernahme durch das islamische Regime war das Ende für meine Kunst im Iran. Mir wurde vor 21 Jahren das Singen verboten. Vor ein paar Tagen habe ich wegen der Einreise mit meinem Anwalt telefoniert und da habe ich mich wieder genau so gefühlt. Ich habe Angst davor bekommen, dass ich am Flughafen Probleme bekomme. Die USA sind meine zweite Heimat und ich habe Angst, dass ich nicht einreisen darf, weil ich Iranerin bin und aus einer muslimischen Familie stamme.

euronews: “Wie haben Sie sich gefühlt, als Sie vom Dekret des US-Präsidenten Trump hörten?”

Googoosh: “Ich habe Angst gehabt, dass ich auch aus meiner zweiten Heimat vertrieben werde. Wenn das passiert, dann muss ich mir einen neuen Ort suchen. Mein Visum für den Schengen-Raum läuft in ein paar Monaten ab. In meine eigentliche Heimat kann ich auch nicht zurück. Wenn mir das wieder passiert, bin ich wieder ganz alleine im Niemandsland.”

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