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Anti-Iran-Lobby führt Wolfgang Schüssel als "Berater"
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06.08.2017

"United Against Nuclear Iran" soll laut "profil" österreichische Iran-Exporteure massiv unter Druck setzen. Der Altkanzler hat laut Beraterin "keinen Kontakt mehr" zu UANI.

Die Iran-kritische US-Lobby "United Against Nuclear Iran" (UANI) führt ÖVP-Altbundeskanzler Wolfgang Schüssel als "Berater". Laut deren Website www.unitedagainstnucleariran.com ist Schüssel eines von 40 Mitgliedern des internationalen Beirats ("Advisory Board"), berichtet das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe

Die von den früheren US-Spitzendiplomaten Mark Wallace, Richard Holbrooke (er verstarb 2010), und Ex-CIA-Direktor James Woolsley 2008 gegründete Organisation drängt Unternehmen weltweit mit Nachdruck, von Geschäften mit dem iranischen Regime abzulassen. Nach "profil"-Recherchen sollen auch österreichische Firmen, die allesamt im Rahmen geltender Sanktionen in den Iran exportieren, in der Vergangenheit "immer wieder einschüchternde Schreiben der New Yorker Organisation" bekommen haben.

Schwarze Liste mit österreichischer Beteiligung

Erst im Frühjahr dieses Jahres erhielten den Angaben zufolge neun heimische Unternehmen, die an der "Iran Oil Show 2017" in Teheran teilgenommen hatten, Warnbriefe von UANI. "profil" veröffentlicht in seiner Ausgabe Passagen aus einem dieser Schreiben. UANI führt online unter anderem auch eine schwarze Liste, in welcher mehr als 1000 Unternehmen weltweit gelistet sind, die geschäftlich mit dem Iran in Verbindung gebracht werden. Aus Österreich sind es "profil" zufolge aktuell 21, darunter die teilstaatliche OMV, AUA, voestalpine und mehrere Banken.

Mehr auf: diepresse.com

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